• Aktionen

    Eine wunderschöne Weihnachtszeit

     

    Pünktlich mit dem ersten Dezember beginnt dieses Jahr der Advent; eine Zeit der Kerzen und Kuchen, der Gemütlichkeit und Geselligkeit – und der Geschenke. In der Hinsicht sind wir gerne noch Kinder, nicht wahr?

    Und deshalb gibt es an jedem Adventswochenende (und das fünf Tage lang!) den jeweils ersten Roman meiner vier Serien gratis für den Kindle. Ja, leider nur für den Kindle, denn noch sind alle Bücher exklusiv bei Amazon zu erhalten; das mag sich vielleicht im Laufe des nächsten Jahres ändern.

    Bis Dienstag noch könnt ihr euch Emmas zweites Abenteuer kostenlos herunterladen und in der nächsten Woche wird es Melisande sein, die zu Besuch anklopft (und Odila wird bald darauf erscheinen). Zum dritten Advent könnt ihr euch mit Lily amüsieren – davon versteht sie ja nun wirklich etwas, von Frohsinn und bester Laune! – und am vierten Advent dann wird es ein wenig romantischer mit Miss Harriet Brent, die unbedingt einen Mr. Darcy finden möchte. Oder, wenn ich der Wahrheit die Ehre geben soll: Es wird so romantisch, wie ich es nur vermag. Weshalb es auch im England des Jahres 1813 lustig werden wird.

    Ja, das sind sie also, meine vier Geschenke an euch. Dazu wünsche ich die allerbeste Zeit mit Freunden und Familien, die man sich nur vorstellen kann. Meinen Wünschen schliessen sich Emma und James ebenso an wie sämtliche Bewohner des Instituts für Fantastik, halb Babelsberg, das Bonner Kriminalkommissariat unter unserem liebenswerten Wertheim und überhaupt einmal, die sich auch nur einmal kurz in meinen Geschichten haben blicken lassen!

    PS: Und für alle, die sich für meinen Newsletter anmelden, gibt es noch ein Geschenk – einige Texte, mit denen mein öffentliches Schreiben anfing.

     

  • Schatzkiste

    Ein kleines Geschenk: Modegedanken

    Jahrelang habe ich erst nur für mich und dann über zwölf Jahre auch für andere in meinem früheren Blog geschrieben. Und über diesen Blog kam ich dazu, für zwei Mode- und Handarbeitsbücher Texte verfassen zu dürfen, die ich hier in dem kleinen Heftchen weitergeben möchte.
    Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen und danach mit der besten, neuen Freundin: Deinem Spiegel.
    Ein Klick auf den Link führt zum Download.

  • Die Zwanzigerjahre

    Eine aufregende Zeit für Frauen. Und Krimiliebhaberinnen!

    Zu den aufregendsten Zeiten der Weltgeschichte gehören sicherlich die Zwanzigerjahre. Es änderte sich so vieles zugleich: König- und Kaiserreiche zerfielen, Kleidung wurde bequemer und gewagter, gesellschaftliche Regeln lockerten sich und technische Entwicklungen überholten sich in ihrer Rasanz beim Zusehen.
    So golden, wie es klingt, war es aber nicht: Noch immer herrschte Armut, noch immer bestimmte Doppelmoral das Leben vor allem der Frauen und es bahnten sich politische Entwicklungen an, die all die positiven Tendenzen ins Gegenteil verkehren würden. Aber vieles, was in diesen Jahren ge- und erdacht wurde, erscheint uns heute noch modern und fortschrittlich.
    Kann es also eine bessere Zeit geben, in der Kriminalromane spielen könnten? Kaum, denn damals gelangte diese Literaturform zur Blüte und bis heute werden die Klassiker der Damen Christie, Tey, Sayers und Wentworth gerne gelesen. Ermittelt wird ohne Mobiltelefon und schnelle Autos, was eine ganz eigene Spannung mit sich bringt.

  • Olivero

    Odila, die Zeitige – Das erste Kapitel

     

    Es ist ja nun schon Tradition: Sobald ich das erste Kapitel des aktuellen Romans geschrieben habe, stelle ich es online – mit allen Fehlern und Verdrehern, mit allem, was später ergänzt wird oder herausfliegt. Und jetzt also geht es weiter mit dem dritten Band um Oliveros Institut der Fantastik:

     

  • Die Zwanzigerjahre

    Geister, Grusel und Ganoven

    In den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts erlebten Spiritistinnen und Spiritisten einen enormen Zulauf. Eben aus dem ersten Weltkrieg entlassen, suchten die Menschen nicht allein nach dem Sinn des Lebens, sondern ebenso nach Kontakt zu den Toten, von denen es zu viele gegeben hatte.
    Und vermutlich hat nicht zuletzt der technische Fortschritt zum Erfolg dieser Branche beigetragen: Nicht allein mit geheimnisvollen Klopfzeichen und wackelnden Tischen ließen sich nun Trauernde und Neugierige von der Existenz einer spirituellen Welt überzeugen – nun kamen neben Schatten, Licht und Spiegeln auch Kameras, Filmsequenzen und elektrische Hilfsmittel zum Einsatz, mit denen eine surreale Atmosphäre geschaffen wurde. Ein Grammophon lieferte schaurige Musik, die direkt aus dem Totenreich zu kommen schien, neblige Projektionen klagender Frauen schwebten schwerelos und transparent vor der Gästeschar, es vibrierte und summte und bebte, als ob eine Armee gesprächsbereiter Gespenster aufmarschiere.
    Dennoch waren die meisten der erfolgreichen Tricks eher simpel: Aus Eischnee und Baumwollmusselin ließ sich Ektoplasma formen, das anzeigen sollte, wie das sich in (angeblicher) Trance befindende Medium von einem Geist in Besitz genommen wurde. Oftmals war die Stimmung erotisch aufgeladen; so floss das Ektoplasma bei manch einer raffinierten Betrügerin zwischen den Beinen hervor, was die meist männlichen selbsternannten Spiritismusforscher zu gerne von der Wahrhaftigkeit des unerklärlichen Phänomens überzeugte. Wer sich hierfür tiefer interessiert, der sei empfohlen, nach den folgenden Damen und Herren zu googlen:

    Eva Carrière (Vor dem ersten Weltkrieg)

     

    Kathleen Golighter

     

     

    Mina Crandon

     

     

    Helen Duncan

     

    Eileen Garrett

     

    Stanislawa P.

     

    Jan Guzyk

     

    Einer Nielsen

     

    Natürlich waren nicht alle Medien, die Séancen abhielten, Betrügerinnen. Nicht wenige unter ihnen glaubten an das, was sie taten, und so gestanden ihnen die paranormalen Detektive (von denen es einige gab) gerne zu, nicht aus bösen Absichten heraus zu handeln. Hier wurde nicht getrickst und gekaukelt, hier waren Damen und Herren, die besonders sensibel waren für Stimmungen und Launen der Menschen um sie herum, die in echte Trance fielen und von dem berichteten, was sie währenddessen sahen. Wenn ihnen auch meist nachgewiesen werden konnte, dass dem, was sie sagten, jegliche Substanz mangelte, und ihre Voraussagen kaum je eintrafen, so legten die Skeptiker eben doch Wert darauf, ihnen einen guten Charakter zu bestätigen.

    Unter diesen Detektiven tat sich einer besonders hervor – Harry Houdini hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesellschaft von den Scharlatanen und Lügnern zu befreien. Er tat dies nicht alleine; eine ganze Schar Frauen und Männer hatte er zur Verfügung, die Ermittlungen anstellten. Die spannendste unter ihnen dürfte wohl Rose Mackenberg gewesen sein, die sich verkleidet in spiritistische Sitzungen einschlich, die verschiedensten Rollen spielte und damit zu Ruhm gelangte.

     

    In all das habe ich mich tagelang vertieft und im Grunde ließen sich zwanzigtausend Geschichten daraus machen. Doch es sollte eine werden, die zu meiner Emma passt. Und so geht es recht bald um einen Menschen, der das Totenreich besser kennenlernt, als er es wünschte …

  • Emma

    Die mysteriöse Séance

    Nun ist es bald soweit: Emma gerät zum neunten Mal schon in die Ermittlungen des Bonner Kriminalkommissariats. Wie stets kann sie nichts dazu, es geschieht einfach. Was soll ein Mädchen – pardon: eine junge Frau! – anderes tun, als nach bestem Können mitzuhelfen? Das ist doch wohl oberste Bürgerpflicht, nicht wahr?

    Erstaunt aber wird sie feststellen, dass sie mit dieser Meinung so ziemlich alleine dasteht. Was sie nicht davon abhält, nur ‘einmal schnell’ loszulaufen, um harmlose Fragen zu stellen. Man kennt das. Und es sind interessante Menschen, mit denen sie dieses Mal in Kontakt kommt: Da ist die Spiritistin Madame Ophelia, an deren Gaben Emma nicht so recht glauben möchte. Da ist aber auch ein Herr von Hochfeld, der sie unglaublich nervös macht. Eine russische Malerin ist vertreten (mancher Leserin vertraut als diejenige, die Timotheus Mayenbach gemalt hat!) ebenso wie eine schottische Reisende, zwei junge Damen der besten Gesellschaft und …

    Aber zu viel sollte ich nicht verraten, wo bliebe da die Überraschung? Also: selber lesen und abtauchen in die Zwanziger Jahre, in denen der Glaube an eine bessere Welt so manche Erscheinung hervorgebracht hat, die … Nun, kein Wort weiter!