In Arbeit

Emmas achter Fall

Ich bin ausgesprochen fleißig dabei, Emma aus ihrem neuesten Fall herauszuholen. Oder vielmehr, sie in eine Gefahr stolpern zu lassen, bevor ich ihr zur Hilfe eile – irgendwann muss diese junge Dame doch einmal klug werden und mehr Vorsicht walten lassen, oder nicht?

Obwohl, nein, eigentlich nicht – so klug, dass sie sich von nun aus allem heraushält, was ihr ungerecht vorkommt oder in das sie ganz ohne eigenes Zutun verwickelt ist, wird sie nie werden. Was wäre das denn auch für eine Geschichte, die damit beginnt, wie Emma und James am Frühstückstisch sitzen, den Generalanzeiger lesen und dann friedlich ihrer Arbeit nachgehen? Eine sehr kurze sicherlich.

Dieses Mal aber kann Emma mit Recht sagen, sie könne nichts dafür, wie die Dinge sich entwickeln: Sie hat niemanden gebeten, sich in ihrem Haus zum Sterben einzufinden, hat auch keine Einbrecher eingeladen – wenn sie auch mit dem Gedanken spielt, das in Zukunft zu tun, da es eh keinen Unterschied macht, was sie in Bezug auf unerbetenes Eindringen wünscht – und dafür, dass alle Welt krank ist in diesem heißen Sommer 1928, dafür kann sie auch nichts. Sie tut nur, was nötig ist und was sich geradezu zwangsläufig ergibt …

 

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