Der Tod im Aktenschrank

Eiskalt ist es im Januar 1929; es türmt sich der Schnee am Rhein, die Straßen sind spiegelglatt. Da trifft es sich gut, dass Emma wärmstens empfangen wird in der Bonner Porzellanfabrik. Dort soll sie eine Werbeschrift erstellen. Eifrig stürzt sie sich in die Arbeit, beschäftigt sich nicht nur mit der Firmengeschichte, sondern auch mit der Familie dahinter. Und glaubt, auf einen unerkannten Kriminalfall gestoßen zu sein. Was geschah im Sommer 1899 mit Luise?
Das Stöbern in der Vergangenheit allerdings hat Auswirkungen auch auf die Gegenwart …


 


Eine Porzellanfabrik im Bonner Rheinviertel zwischen der Villa Hammerschmidt und dem Palais Schaumburg? Ist das nicht etwas übertrieben?

Das fand der Bonner Rat auch immer einmal wieder, doch wahrhaftig gab es an genau derselben Stelle wie im Roman die Steingutfabrik Franz Anton Mehlem. Sehr vieles habe ich mir von dieser über lange Jahrzehnte erfolgreichen Firma abgeschaut, während alles, was die Familie Sürth angeht, vollkommen erfunden ist – schon deshalb, weil ich über die Familie Mehlem kaum etwas herausfinden konnte. 

Was hat mich zu dieser Geschichte inspiriert?

Ich habe einige alte Stadtkarten, die ich für meine Romane nutze, und immer schon wunderte ich mich über die dort eingezeichnete Manufaktur. Das ließ mich nicht los und auf einmal war ich sicher: Hier wird Emma etwas erleben müssen.