• Beitrag veröffentlicht:4. Dezember 2022
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Nicht was, sondern wie ich schreibe

Ich bin eine Pantserin. Oder eine Gärtnerin. Also: eine entdeckende Schreiberin. Was bedeutet, dass ich schreibe, als würde ich lesen - was passiert als nächstes, wie geht es weiter, was kommt nun? Wenn du jetzt einmal nach diesen Ausdrücken googlest, dann wirst du schnell herausfinden, dass diese Art des Schreibens gerne als völlig falsch angesehen wird. Als unprofessionell. Zeitaufwendig. Fehlerbehaftet. Unorganisiert. Ungeeignet auch für Krimis beispielsweise. Oder Serien und Reihen. Ganz, ganz verkehrt. Und man möchte meinen, dass das stimmt, denn liest man sich durch Schreibforen oder Autorinnenseiten, dann ist fast immer vom Plotten und Vorbereiten die Rede, um Logikfehler zu vermeiden oder sich die Arbeit zu ersparen, den ersten Entwurf kompett in die Tonne kloppen zu müssen. Entdeckend schreiben nur Anfänger und Hobbyschriftstellerinnen.…

  • Beitrag veröffentlicht:5. November 2022
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Immer wieder unsicher

Gestern habe ich den letzten Satz in Emmas dreizehntem Fall geschrieben und auch gleich mit dem Gegenlesen und Korrigieren begonnen; knapp die Hälfte hatte ich schon vor zwei Wochen bearbeitet und habe nun noch sieben Kapitel vor mir, die ich morgen und übermorgen schaffen möchte. So weit, so gut und man möchte doch meinen, dass ich mittlerweile nicht nur Routine im Schreiben und Bearbeiten habe, sondern mir vielleicht auch ein gewisses Selbstbewusstsein als Autorin zugelegt haben sollte; immerhin habe ich nun bereits 39 Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht. Ja. Hmm. Also. Tja. Was soll ich sagen? Offenbar nicht. Nicht so ganz. Natürlich weiß ich mittlerweile, dass ich mich auf mich verlassen kann, wenn es darum geht, einen Roman zu Ende zu bringen und das auch…

Noch einmal zum Thema Rezensionen

Vor anderthalb Jahren habe ich schon einmal meine Gedanken zu diesem Thema notiert und jetzt drängt es mich erneut, ein oder zwei Worte darüber zu verlieren. Warum? Weil es mich gelegentlich beschäftigt. Ein Aspekt zumindest, auf den ich damals nicht wirklich eingegangen war. Doch von vorne.Seit ich meine Romane auch bewerbe - was ich damals noch nicht wirklich getan hatte und somit deutlich unsichtbarer war als heute (auch wenn ich nach wie vor ein kleines Lichtlein bin) -, trudeln zwangsläufig mehr Rezensionen ein und ebenso zwangsläufig mehr Ein- oder Zwei-Sterne-Bewertungen. Ich schaffe es mit jedem Roman, in irgendwem den unbezwinglichen Drang auszulösen, mir Ohrfeigen zu verpassen. Ja, ich denke, dass die reinen Sternevergaben anderen Leserinnen und Lesern gar nichts bringen, sondern dass sie nur…

  • Beitrag veröffentlicht:3. September 2021
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Das Geheimnis der Gothic Novel

Noch darf ich nicht zu viel verraten. Vermute ich zumindest. Demnächst geht es mit dem Lektorat weiter, dann kommt der Vorschaukatalog und dann könnt ihr lesen, was Anna Füssenich aus Bonn in Cornwall erlebt und auf welches Geheimnis sie dort stößt. Wie kam ich aber dazu, eine Gothic Novel zu schreiben? Auf verschlungen Wegen kam ich mit der Verlegerin eines bekannten kleineren Verlages in Kontakt, wir mailten, wir telefonierten und es traf sich, dass sie nach Gothic Novels suchte und ich mir dachte: Ja, hallo, das würde ich gerne versuchen. Als Jugendliche habe ich sehr gerne Ursula Isbel und Victoria Holt gelesen - die Mischung aus nicht ganz so schwachen Aschenputteln, leichtem Grusel und undurchsichtigen Herren war genau das Richtige zum Abtauchen. Ich war…

  • Beitrag veröffentlicht:29. August 2021
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Wie geht es weiter?

Ich habe meiner lieben Emma gegenüber ein entsetzlich schlechtes Gewissen; ehrlich gesagt, muss ich sogar nachschauen, wann ihr letztes Abenteuer erschienen ist (wahrhaftig im Juli letzten Jahres!). Aber wie das manchmal so ist: Du machst einen Plan und das war es dann. Es kam so vieles dazwischen, nicht zuletzt ein Virus, das uns noch immer im Griff hält, und viel zu viele Ideen für andere Geschichten. Und dann noch die Verlagsanfrage von dp Digitalpublishers, was zur Folge hat, dass nun noch eine Heldin mit vorwurfsvollen Blicken um mich herumschleicht und der Meinung ist, ich sollte mich um sie kümmern. Damit hätte es genug sein können, aber auf den seltsamen Wegen, die Schicksal, Zufall oder Leben geht, kam es zu einer weiteren Verlagszusammenarbeit. Plus Genrewechsel.…

  • Beitrag veröffentlicht:24. Mai 2021
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Was ich nicht schreiben kann und auch Jane Austen nicht schreiben wollte

Natürlich bin ich keine Jane Austen und nicht in der Lage, so zu schreiben, wie sie es tat. Was mich nicht hindert, es immer wieder zu versuchen. Vermutlich hat keine Autorin mich so sehr geprägt wie sie und über viele Jahre habe ich alles gelesen, was ich von ihr und über sie zwischen die Finger bekommen konnte. Und alles, was ich fand, bestätigte mich in dem, was ich von ihr erahnte, als ich Stolz und Vorurteil zum ersten Mal gelesen hatte. Womit ich zu dem komme, was mich mit mir ihr verbindet: Wenn ich auch nicht schreiben kann wie sie, so kann ich doch immerhin dasselbe nicht schreiben wie sie. Vor ein paar Stunden erst stolperte ich wieder einmal über eines ihrer Zitate, das…

  • Beitrag veröffentlicht:16. April 2021
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Was wird geschehen in Oliveros Welt?

Von Ägypten aus zieht eine neue Gefahr über den Magischen Bereichen Europas auf – eine Gefahr, die ausgeht von einem Wesen, das grausamer ist, als selbst die Dämonen der Dunkelsten Welt es waren. Will das Institut für Fantastik die Welt vor Terror und ewiger Düsternis bewahren, so müssen neue Bündnisse geschmiedet werden; auch mit jenen, denen man bislang mit Misstrauen begegnete.Wie soll man da noch die Zeit finden für eine kaiserliche Hochzeit? Melisande tut, was sie nur kann, um das Ereignis zu einem Glückstag zu machen, während Swanhild das Grauen in Schach zu halten versucht. Doch was hat es mit dem bezaubernden Kind eines Strigoiclans auf sich? Wo sind die Ordnenden Mächte abgeblieben? Weshalb ist auch Periwincula in erneuter Gefahr? Und dann sind da…

  • Beitrag veröffentlicht:14. April 2021
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Der Klappentext zu Lizzies erstem Fall

Cornwall, 1921: Die junge Witwe Elizabeth Teague hat eine schwere Zeit hinter sich, doch das Blatt scheint sich zu wenden, als ihre ehemalige und sehr vermögende Schulfreundin Flossie sie nach Nizza einlädt, um ihr in einer Ehekrise beizustehen. Vor Ort stellt sich jedoch heraus, dass Flossie von Lizzie mehr als nur Trost erhofft: Sie soll ihren Ehemann Albert der Untreue überführen. Für die perfekte Inszenierung zieht Lizzie in das vornehme Negresco, in dem auch Gaston Perrier logiert, den sie bereits im Zug kennengelernt hat. Eine muntere Gesellschaft hat sich an der Riviera zusammengefunden und Lizzie glaubt, das große Los gezogen zu haben. Bis in ihrer Badewanne plötzlich eine Leiche auftaucht …

  • Beitrag veröffentlicht:23. März 2021
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Mord in Nizza

Mit Mrs Thomas Daniel Davies betritt eine neue Heldin meine Bühne. Als eine der vielen Kriegswitwen muss sie ihr Leben neu einrichten, was gar nicht so einfach ist, wenn man über die Jahre vergesssen hat, wer man einmal war: Elizabeth Teague war vor ihrer Heirat und dem Zusammenleben mit ihrer Schwiegermutter eine völlig andere als diejenige, die im Frühjahr 1921 endlich den Ausbruch wagt und nach Nizza reist, um dort einer früheren Pensionatsfreundin zur Seite zu stehen. Ich hoffe, ihr werdet ihr mit derselben Offenheit und Liebe begegnen, wie sie mein Fräulein Schumacher mittlerweile erhält. Ab Anfang Mai werdet ihr mit Lizzie ihren ersten Fall lösen können. Und damit ihr wisst, was auf sie und euch zukommt, gibt es einen Miniminiminischnipsel im Video (dessen Aufnahme…

  • Beitrag veröffentlicht:14. Januar 2021
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Eine neue Krimiserie

Manchmal kommt es unverhofft. So auch dieses Mal: Mein Fräulein Schumacher bekommt Konkurrenz im eigenen Haus - Mrs Elizabeth Davies hat ebenfalls den einen oder anderen Fall zu lösen und möchte davon berichtet wissen. Einem solchen Ansinnen verschließe ich mich ja niemals, das hat sich leider unter meinen Figuren herumgesprochen, und so bin ich nun damit beschäftigt, der noch jungen Witwe ihr Debüt zu verschaffen. Und wie immer lasse ich mir beim Anfang über die Schulter schauen: Auf in den Süden!17. März 1920 Am 17. März vor vier Jahren erreichte mich die Nachricht, die ich seit Ausbruch des Krieges befürchtet hatte: Per Telegramm teilte mir ein Lieutenant-Colonel Merriweather zu seinem tiefsten Bedauern mit, mein Ehemann Captain Thomas Daniel Davies sei auf dem Schlachtfeld in…

  • Beitrag veröffentlicht:16. Oktober 2018
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Von der Leserin zur Autorin

Wenn der Tag schon mit versengten Haaren und einem verpassten Bus beginnt, wenn die Kollegen nerven, das Mittagsmahl verbrannt und unfreundlich serviert wird und beim Nachhausekommen ein Wasserrohrbruch, ein leerer Kühlschrank und dazu Familienmitglieder mit mieser Laune warten, dann ist doch das Einzige, was vor dem Wahnsinn bewahrt, die halbe Stunde mit einer Tasse Tee und einem guten Buch hinter verschlossener Tür. Mir ging das immer schon so – mit Begeisterung tauschte ich die eine Welt gegen die andere: Erst reiste ich zu den Sternenhexen anstatt mich im Aufenthaltsraum des Schreibwarenladens meiner Großmutter zu langweilen, dann träumte ich mich auf diverse Internate, wo ich Enid Blytons Heldinnen beistand. Mit Tim und Struppi und Asterix und Donald Duck hatte ich ebenso viel Spaß wie im…

Liebe, Mord & andere Peinlichkeiten

Ich gebe es zu, auch ich kenne guilty pleasures - so habe ich beispielsweise die diesjährige Staffel von 'Hochzeit auf den ersten Blick' mit heimlicher Wonne geschaut, wobei ich gar nicht sagen kann, was mich daran so fesselt. Aber etwas fasziniert mich daran enorm und so ist es vielleicht kein Wunder, dass ich vor weniger als zwei Wochen auf die Idee zu einer Weihnachtsgeschichte kam, die wenig besinnlich, dafür aber romantisch, lustig und spannend ist - drei Überraschungen auf einmal sozusagen! Hurra!Heraus kam ein Kurzroman, an dem zumindest ich viel Spaß hatte. ich selbst bin nicht unbedingt eine romantische Seele, deswegen schlüpfe ich ganz gerne einmal in die Haut einer Frau, die mir nur wenig ähnelt. So ist die Journalistin Caroline Schumann ausgesprochen ehrgeizig,…

  • Beitrag veröffentlicht:21. Dezember 2020
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Emmas grauer Herr ist zurück.

Philippe Josèphe Sandberg mag es mit manch moralischer Schranke nicht allzu genau nehmen und sehr stolz ist er auf seine Begabung, jedes noch so gut bewachte Kunstwerk an sich bringen zu können, aber das heißt nicht, dass er nicht doch ein junger Herr von Ehre und Prinzip ist. Er ist charmant, besonders zu den Damen, er ist loyal, so es jemandem gelingt, sein Freund zu werden, und er hat genaue Vorstellungen davon, was einen guten Menschen ausmacht. Für den er sich mit einigem Recht halten kann. Es ist kompliziert. Nun, auf alle Fälle ist es 1919 und er hat den Auftrag eines neuen Klienten angenommen, ohne zu wissen, für wen er da arbeitet. Ein Fehler? So sieht es aus und bald schon sind er und…

  • Beitrag veröffentlicht:28. Juli 2020
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Mein neuester Roman

Es ist bereits Emmas elftes Abenteuer, in das sie stolpert - und dieses Mal kann sie wirklich ganz ehrlich nichts dazu. Es war ja alles harmlos. Mehr oder weniger, wie das eben so ist im Leben, nicht wahr? Gut, ja, es mag wohl sein, dass sie sich nach dem ersten Schrecken anders hätte entscheiden können, das gibt sie gerne zu. Und gewiss wäre es klüger gewesen, auf Siegfried oder etwas später auf Justus zu hören. Aber sie konnte nicht ahnen, was geschehen würde, als sie ihrer Eingebung folgte. Niemand wäre doch auf die Idee gekommen, sie könne ...Oh. Oh, aber halt! Nein, Emma und ich, wir verraten nichts weiter. Wer wissen will, in was unser Fräulein Schumacher nun schon wieder hineingeraten ist, muss die…

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