• Beitrag veröffentlicht:8. Oktober 2022
  • Beitrags-Kategorie:Hedwig 1882

Hedwig 1882 – Vornehme Pflichten

Aus dem einfachen Mädchen aus der Voreifel ist eine junge Frau geworden, die nicht nur hart in fremden Häusern gearbeitet hat, sondern mindestens so hart an sich selbst. Und sie hat Glück gehabt, denn immer wieder ist sie auf Menschen getroffen, die es entweder gut mir ihr meinten oder aber einen Vorteil daran sahen, ihr voranzuhelfen. Doch wenn sie sich von dem unerwarteten Aufstieg mehr Selbstbestimmung versprochen haben sollte, so wird sie schnell erkennen, dass auch eine Frau höheren Standes die engen Grenzen der Gesellschaft nicht überschreiten darf. Eine Entscheidung, halb herzig getroffen, gilt, gleichgültig, was Herz und Verstand ihr raten ... Im zweiten Band der Hedwig-Trilogie steht nicht mehr der anstrengende Alltag der Dienstmädchen im Mittelpunkt, sondern die Gefühlswelt einer sehr jungen Frau,…

  • Beitrag veröffentlicht:13. September 2022
  • Beitrags-Kategorie:Hedwig 1882

Geschützt: Hedwig 1882 – Vorschau auf den zweiten Band

Eine gute Woche war vergangen, seitdem Maximilian Alexander von Kattwill erfahren hatte, dass Hedwig mit John verlobt war, und noch immer wollte er sich an diese Tatsache nicht gewöhnen. Natürlich nicht; er liebte sie und war davon überzeugt, dass ihr Glück sonstwo liegen mochte, aber gewiss nicht bei seinem besten Freund. Vielleicht lag es auch nicht bei ihm, so vermessen war er nicht, das zu glauben. Doch eine Ehe mit John würde Hedwig nicht froh machen können. Nicht, bevor sie die Zeit erhalten hatte, sich fortzubilden und zu begreifen, wer sie eigentlich war. Und wenn sie das einmal begriffen haben würde, dann würde sie wohl kaum John heiraten wollen.

  • Beitrag veröffentlicht:28. August 2022
  • Beitrags-Kategorie:BonnHedwig 1882

Hedwig 1882: der erste Band

Aufbruch Dienstag, 14. September 1897 Dieser Dienstag entschied ihr Schicksal. Wobei Hedwig nicht an das Schicksal glaubte, sonst hätte sie gestern schon geahnt, was kommen würde. Doch alles war gewesen, wie es immer war: nichts als Plackerei und Streit, Streit und Plackerei. Wie jeden Tag hatte sie von morgens fünf bis nachts um elf geschuftet und dafür nichts als Mutters wehleidige Klagen und Vaters betrunkene Beleidigungen erhalten. Und das billige Mitleid der Nachbarn, denen im Grunde gleichgültig war, wie es ihr ging. Würde es sie kümmern, dann wäre schon mal einer von ihnen dazwischengegangen, wenn Vater den Gürtel schwang.Stattdessen hatten sie Verständnis für ihn und mahnten Hedwig, sein Verhalten zu verzeihen. »Der hattet ja nicht leicht«, sagten sie, »mit dem lahmen Bein und deiner…

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