Wie wäre es mit einer Hörprobe?

Ja, du hast richtig gelesen: Ausnahmsweise werden einmal nicht die Nase ins Buch gesteckt und die Augen überanstrengt - stattdessen gibt es was auf die Ohren. Elizabeth Teague nämlich, deren erster Kriminalfall nun bald erscheinen wird, soll auch ermitteln dürfen, wenn du im Auto sitzt, deine Blüschen bügelst oder es dir im Shavasana bequem machst (wer sagt denn bitteschön, dass Yoga und Krimi nicht zusammenpassen?). Kurz: Wann immer du eben nicht in ein Buch schauen kannst, dann drückst du aufs Knöpfchen und lauschst einer hervorragenden Sprecherin. Deren Namen ich leider im Augenblick noch nicht weiß (er wird aber nachgetragen werden,…

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Emmas Playlist

Unser Fräulein Schumacher mag nicht das größte Sangestalent sein, aber sie trällert gerne und ist dazu eine so gute Tänzerin, dass sie gelegentlich bei Mallaby & Gregorin aushelfen darf. Oder muss - Sybil weiß, wie sie die Nichte für sich schuften lassen kann. Eines ist sicher: Bei dieser Musik geht selbst die verhasste Hausarbeit leicht von der Hand. Also anmachen, mitsingen, mitswingen und gute Laune verbreiten! Und ruhig mal auf die Texte lauschen - vor bald hundert Jahren war man so zurückhaltend nicht. Claire Waldoffs Wegen Emil seine unanständige Lust passt auch in unsere Zeit perfekt und ich wünsche allen…

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Ein wenig aufgeregt …

Ach was, ein wenig - ich ganz schön aufgeregt, denn seit heute ist der erste Band meiner neuen Krimiserie über Amazon vorbestellbar. Und Mord in Nizza ist dazu auch noch mein erster in einem Verlag erschienene Roman. Das ist eine zumindest halb neue Erfahrung für mich: Verlagserfahrung habe ich ein wenig, nur nicht mit einem Roman, sondern mit Texten für zwei Modebücher - und ich bin bis jetzt der dortigen Projektleiterin dankbar, dass sie mich damals angeschrieben hatte, um mich für dieses Vorhaben zu gewinnen. Ich bin mir sehr sicher, ohne sie hätte ich Emmas Geschichte niemals aufgeschrieben und unter…

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Was wird geschehen in Oliveros Welt?

Von Ägypten aus zieht eine neue Gefahr über den Magischen Bereichen Europas auf – eine Gefahr, die ausgeht von einem Wesen, das grausamer ist, als selbst die Dämonen der Dunkelsten Welt es waren. Will das Institut für Fantastik die Welt vor Terror und ewiger Düsternis bewahren, so müssen neue Bündnisse geschmiedet werden; auch mit jenen, denen man bislang mit Misstrauen begegnete.Wie soll man da noch die Zeit finden für eine kaiserliche Hochzeit? Melisande tut, was sie nur kann, um das Ereignis zu einem Glückstag zu machen, während Swanhild das Grauen in Schach zu halten versucht. Doch was hat es mit…

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Der Klappentext zu Lizzies erstem Fall

Cornwall, 1921: Die junge Witwe Elizabeth Teague hat eine schwere Zeit hinter sich, doch das Blatt scheint sich zu wenden, als ihre ehemalige und sehr vermögende Schulfreundin Flossie sie nach Nizza einlädt, um ihr in einer Ehekrise beizustehen. Vor Ort stellt sich jedoch heraus, dass Flossie von Lizzie mehr als nur Trost erhofft: Sie soll ihren Ehemann Albert der Untreue überführen. Für die perfekte Inszenierung zieht Lizzie in das vornehme Negresco, in dem auch Gaston Perrier logiert, den sie bereits im Zug kennengelernt hat. Eine muntere Gesellschaft hat sich an der Riviera zusammengefunden und Lizzie glaubt, das große Los gezogen…

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Königin der Strigoi

Im Augenblick stecke ich in viel zu vielen Dingen gleichzeitig - als ob der lähmende Einfluss der Pandemie nicht schon ausreicht, stürze ich mich in alles Mögliche hinein; in manches freiwillig, in anderes, weil es eben sein muss. Aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels und wenn ich in den nächsten Tagen den vierten Band meiner Institut für Fantastik-Reihe ausgelesen haben werden, dann geht es endlich los und meine Vampira Swanhild darf sich um ihre Widersacherin Gabriella Calibrini kümmern, die allerdings ruckzuck von einer wesentlich gefährlicheren Dame in den Schatten gestellt werden wird.Melisande muss ein weiteres Mal nach Wien…

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Mord in Nizza

Mit Mrs Thomas Daniel Davies betritt eine neue Heldin meine Bühne. Als eine der vielen Kriegswitwen muss sie ihr Leben neu einrichten, was gar nicht so einfach ist, wenn man über die Jahre vergesssen hat, wer man einmal war: Elizabeth Teague war vor ihrer Heirat und dem Zusammenleben mit ihrer Schwiegermutter eine völlig andere als diejenige, die im Frühjahr 1921 endlich den Ausbruch wagt und nach Nizza reist, um dort einer früheren Pensionatsfreundin zur Seite zu stehen. Ich hoffe, ihr werdet ihr mit derselben Offenheit und Liebe begegnen, wie sie mein Fräulein Schumacher mittlerweile erhält. Ab Anfang Mai werdet ihr mit…

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Eine neue Krimiserie

Manchmal kommt es unverhofft. So auch dieses Mal: Mein Fräulein Schumacher bekommt Konkurrenz im eigenen Haus - Mrs Elizabeth Davies hat ebenfalls den einen oder anderen Fall zu lösen und möchte davon berichtet wissen. Einem solchen Ansinnen verschließe ich mich ja niemals, das hat sich leider unter meinen Figuren herumgesprochen, und so bin ich nun damit beschäftigt, der noch jungen Witwe ihr Debüt zu verschaffen. Und wie immer lasse ich mir beim Anfang über die Schulter schauen: Auf in den Süden!17. März 1920 Am 17. März vor vier Jahren erreichte mich die Nachricht, die ich seit Ausbruch des Krieges befürchtet…

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Von der Leserin zur Autorin

Wenn der Tag schon mit versengten Haaren und einem verpassten Bus beginnt, wenn die Kollegen nerven, das Mittagsmahl verbrannt und unfreundlich serviert wird und beim Nachhausekommen ein Wasserrohrbruch, ein leerer Kühlschrank und dazu Familienmitglieder mit mieser Laune warten, dann ist doch das Einzige, was vor dem Wahnsinn bewahrt, die halbe Stunde mit einer Tasse Tee und einem guten Buch hinter verschlossener Tür. Mir ging das immer schon so – mit Begeisterung tauschte ich die eine Welt gegen die andere: Erst reiste ich zu den Sternenhexen anstatt mich im Aufenthaltsraum des Schreibwarenladens meiner Großmutter zu langweilen, dann träumte ich mich auf…

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Liebe, Mord & andere Peinlichkeiten

Ich gebe es zu, auch ich kenne guilty pleasures - so habe ich beispielsweise die diesjährige Staffel von 'Hochzeit auf den ersten Blick' mit heimlicher Wonne geschaut, wobei ich gar nicht sagen kann, was mich daran so fesselt. Aber etwas fasziniert mich daran enorm und so ist es vielleicht kein Wunder, dass ich vor weniger als zwei Wochen auf die Idee zu einer Weihnachtsgeschichte kam, die wenig besinnlich, dafür aber romantisch, lustig und spannend ist - drei Überraschungen auf einmal sozusagen! Hurra!Heraus kam ein Kurzroman, an dem zumindest ich viel Spaß hatte. ich selbst bin nicht unbedingt eine romantische Seele,…

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Emmas grauer Herr ist zurück.

Philippe Josèphe Sandberg mag es mit manch moralischer Schranke nicht allzu genau nehmen und sehr stolz ist er auf seine Begabung, jedes noch so gut bewachte Kunstwerk an sich bringen zu können, aber das heißt nicht, dass er nicht doch ein junger Herr von Ehre und Prinzip ist. Er ist charmant, besonders zu den Damen, er ist loyal, so es jemandem gelingt, sein Freund zu werden, und er hat genaue Vorstellungen davon, was einen guten Menschen ausmacht. Für den er sich mit einigem Recht halten kann. Es ist kompliziert. Nun, auf alle Fälle ist es 1919 und er hat den Auftrag…

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Sinnvolle Rezensionen

Wer auf Facebook Autorinnen (beiderlei Geschlechts und jeglicher Herkunft) folgt, hat in den letzten Wochen und Monaten sicherlich oft gelesen, wie wichtig Rezensionen seien, welch ein Schindluder damit getrieben werde und wie gemeine Hater ihr armseliges Leben durch üble Verleumdung aufwerten würden. Diese Beiträge klangen mal wütend, mal jammernd, oftmals bittend und flehend und gelegentlich witzig. Da gibt es manche, die behaupten, sich nicht im Geringsten um Bewertungen zu scheren (Leserinnen wie Autorinnen), und andere, die sich nicht scheuten, die garstige Rezensentin an den Pranger zu stellen, weil sie echt wirklich absolut voll gar keine Ahnung habe und schlicht zu…

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Mein neuester Roman

Es ist bereits Emmas elftes Abenteuer, in das sie stolpert - und dieses Mal kann sie wirklich ganz ehrlich nichts dazu. Es war ja alles harmlos. Mehr oder weniger, wie das eben so ist im Leben, nicht wahr? Gut, ja, es mag wohl sein, dass sie sich nach dem ersten Schrecken anders hätte entscheiden können, das gibt sie gerne zu. Und gewiss wäre es klüger gewesen, auf Siegfried oder etwas später auf Justus zu hören. Aber sie konnte nicht ahnen, was geschehen würde, als sie ihrer Eingebung folgte. Niemand wäre doch auf die Idee gekommen, sie könne ...Oh. Oh, aber…

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Mal etwas zum Schauen – Film- und Serientipps

Wie wäre es wohl, könnten Emma, Melisande, Miss Brent und Lily sich neben uns aufs Sofa setzen und sehen, was wir über Streamingdienste und Fernsehen anschauen? Was würden sie empfehlen? Schauen wir mal ... :DFangen wir mit Emma an. Emma hat eine besondere Vorliebe für Jane Austen, da geht es ihr wie Charlotte Walden und Miss Harriet Brent. Welch ein Gegiggele gäbe das wohl, säßen diese drei gemeinsam vor dem Fernseher? Als Kennerin der Romane würde ihnen der Film mit Keira Knightly sicher gut gefallen, setzt er doch in seiner Kürze diese Kenntnisse voraus. Weshalb wer wie handelt, welche Regeln…

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Fräulein Schumacher auf Fotografien

Erstaunlich, aber wahr: Ich trug Emma ja schon seit langen Jahren in Gedanken und natürlich hatte ich dabei auch eine Vorstellung von ihrem Äußeren. Vage zwar nur, aber doch so, dass ich sie würde erkennen können, stünde sie überraschend vor mir. Und genau das tat sie, nachdem ich damit begonnen hatte, sie aufs Papier zu bannen.Nun habe ich immer schon eine Vorliebe für die Ästhetik der Zwanziger- und Dreißigerjahre gehabt; vor über zehn Jahren hatte ich begonnen, Pullover nach Anleitungen dieser Zeit zu stricken, habe mir deshalb auch das Nähen beigebracht für die passenden Röcke und Kleider und ...Aber ich schweife…

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Edward Sinclairs Brautschau

In wenigen Tagen erscheint der dritte Band von Oliveros Institut für Fantastik und was sonst könnte ich tun, als gleich mit dem nächsten Roman zu beginnen? Da gibt es einen Gentleman, der im Jahr 1814 nichts dringender benötigt als eine Ehefrau. Und das, obwohl er noch kein schönes Vermögen sein Eigen nennt ...Wie also wäre es mit dem noch rohen ersten Kapitel? Oder vielmehr ist es eine kleine Rede von Charlotte ist, die sich um ihren Bruder Edward sorgt. Mrs. Leigh-Foster bittet um Gehör Das also bin ich: Mrs. Fitzdarcy Leigh-Foster. Oder ganz einfach Charlotte. Meinethalben auch Lottchen, wenn es…

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Odila, die Zeitige – Das erste Kapitel

Es ist ja nun schon Tradition: Sobald ich das erste Kapitel des aktuellen Romans geschrieben habe, stelle ich es online - mit allen Fehlern und Verdrehern, mit allem, was später ergänzt wird oder herausfliegt. Und jetzt also geht es weiter mit dem dritten Band um Oliveros Institut der Fantastik. Professor Olivero Nun, das ging schnell mit unserem Wiedersehen; gerade einmal vier Tage ist es her, seit wir einander zuletzt gegenüber standen. Wie es Sören geht, möchten Sie wissen, ob wir Sabenius gefasst haben und Gabriella Calibrini? In dieser kurzen Zeit?Ich muss sagen, Sie haben eine hohe Meinung von meinen Mitarbeiterinnen…

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Geister, Grusel und Ganoven

In den Zwanzigern des letzten Jahrhunderts erlebten Spiritistinnen und Spiritisten einen enormen Zulauf. Eben aus dem ersten Weltkrieg entlassen, suchten die Menschen nicht allein nach dem Sinn des Lebens, sondern ebenso nach Kontakt zu den Toten, von denen es zu viele gegeben hatte.Und vermutlich hat nicht zuletzt der technische Fortschritt zum Erfolg dieser Branche beigetragen: Nicht allein mit geheimnisvollen Klopfzeichen und wackelnden Tischen ließen sich nun Trauernde und Neugierige von der Existenz einer spirituellen Welt überzeugen - nun kamen neben Schatten, Licht und Spiegeln auch Kameras, Filmsequenzen und elektrische Hilfsmittel zum Einsatz, mit denen eine surreale Atmosphäre geschaffen wurde. Ein…

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Die mysteriöse Séance

  • Beitrags-Kategorie:Emma

Nun ist es bald soweit: Emma gerät zum neunten Mal schon in die Ermittlungen des Bonner Kriminalkommissariats. Wie stets kann sie nichts dazu, es geschieht einfach. Was soll ein Mädchen - pardon: eine junge Frau! - anderes tun, als nach bestem Können mitzuhelfen? Das ist doch wohl oberste Bürgerpflicht, nicht wahr?Erstaunt aber wird sie feststellen, dass sie mit dieser Meinung so ziemlich alleine dasteht. Was sie nicht davon abhält, nur 'einmal schnell' loszulaufen, um harmlose Fragen zu stellen. Man kennt das. Und es sind interessante Menschen, mit denen sie dieses Mal in Kontakt kommt: Da ist die Spiritistin Madame Ophelia,…

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Sybil Alexandra Mallaby

Sybil wurde am 22. Dezember 1889 als Tochter Sir Alfreds und Lady Milfords geboren. Im Gegensatz zu ihrer älteren Schwester Charlotte (Emmas Mutter) bemüht sie sich sehr um die Anerkennung ihrer Eltern. So geht sie auch zwei Ehen ein, die beide unglücklich sind und mit dem Tod der Ehemänner ihr Ende finden. Woran Sybil - daran besteht kein Zweifel! - unschuldig ist: Einmal war es der Große Krieg, der ihr Freiheit verschaffte, das andere Mal war es die Zügellosigkeit Mr. Mallabys, die zu seinem Ableben führte. Als zweifache Witwe war auch Sybil endlich so weit, sich von den Anforderungen der…

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James Stuart Beresford

James kam am 04. Januar 1900 auf als einziges Kind des Verlegers Henry James Beresford und seiner Gemahlin Prudence Maria auf diese Welt. Dass er das einzige Kind bleiben würde, ahnten die Eltern zu diesem Zeitpunkt noch nicht und so waren James' erste Jahre recht unbeschwert von allzu vielen Erwartungen. Er würde den Verlag erben und (ganz wie der Vater) eine Tochter aus bestem Hause heiraten, dessen war man sich sicher, mehr verlangte man nicht von seiner Zukunft.Als jedoch die Brüder und Schwestern ausblieben, stiegen die Ansprüche an den stillen und schüchternen Jungen. Seine Vorliebe für romantische Rittergeschichten, mittelalterliche Architektur…

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Emma Charlotte Schumacher

Emma kam am 31. Oktober 1906 auf diese Welt. Diese Welt, das bedeutete für die Tochter eines deutschen Ägyptologen und einer englischen Adeligen das Bonn der Kaiserzeit, einer recht reichen Stadt mit einer renommierten Universität, vielen Pensionären und viel Natur um sich herum. Keine sich weit ausdehnende Stadt, doch eine, deren Ursprünge zwei Jahrtausende zurückreicht und in der die Streitereien kleiner und großer Herrscher immer rasch Auswirkungen zeigten; egal, ob es sich um Deutsche (oder was man aus der heutigen Sicht als Deutsch empfinden mag) und Franzosen handelte oder um Katholiken und Protestanten. Oft war Bonn gestürmt und besetzt, niedergebrannt…

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Meine bunt gemischten Lesetipps

Seit ich vier Jahre alt bin, lese ich. In letzter Zeit nicht mehr drei Bücher in der Woche, sondern vielleicht eines im Monat - aber das muss dafür gut sein. Was also gefiel mir in diesem Sommer? Dieser Roman - ebenso wie der nachfolgende - ist verlagsunabhängig veröffentlicht worden und beweist: Ja, das kann eben doch auch richtig gut sein. Hier war es wahrhaftig das Cover, das mir zuerst auffiel, Klappentext und Leseprobe stimmten mich fröhlich und schon hatte ich die Geschichte auf meinem Kindle und las. Hintereinander weg und mit viel Vergnügen, wobei ich ständig das eigentümliche Gefühl hatte,…

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Emmas achter Fall

Ich bin ausgesprochen fleißig dabei, Emma aus ihrem neuesten Fall herauszuholen. Oder vielmehr, sie in eine Gefahr stolpern zu lassen, bevor ich ihr zur Hilfe eile - irgendwann muss diese junge Dame doch einmal klug werden und mehr Vorsicht walten lassen, oder nicht? Obwohl, nein, eigentlich nicht - so klug, dass sie sich von nun aus allem heraushält, was ihr ungerecht vorkommt oder in das sie ganz ohne eigenes Zutun verwickelt ist, wird sie nie werden. Was wäre das denn auch für eine Geschichte, die damit beginnt, wie Emma und James am Frühstückstisch sitzen, den Generalanzeiger lesen und dann friedlich…

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Miss Brent

Miss Harriet Brent liest mit Begeisterung Romane und nichts wünscht sie sehnlicher, als ein Leben zu führen wie die Heldinnen dieser Geschichten. Vor allem Stolz und Vorurteil hat es ihr angetan und so, wie es Jane Austens Leserinnen heute noch tun, träumt auch Harriet von ihrem Mr. Darcy.Und dann geschieht im März 1815 das Unfassbare: Soldaten beziehen Quartier in Upper Rivington, ein junger Mann mit schönem Vermögen mietet Edgewater Hall, ein Verwandter erscheint, der Anspruch auf das Anwesen der Brents erheben kann, und sogar ein Fitzhenry Darby erscheint auf einem Ball – für Harriet sieht es so aus, als wiederhole…

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Ausgerechnet Bananen

Ausgerechnet Bananen, Bananen verlang ich von ihm! Nicht Erbsen, nicht Bohnen, auch keine Melonen …“, klang es durch die Arndtstraße 13a früh am Mittwochmorgen. Sybils Sopran schwang sich zu immer erstaunlicheren Höhen auf, während sie in der Wanne plätscherte.Emma drückte sich ihr Kissen auf die Ohren. Oh bitte! Schlafen wollte sie. In Ruhe! Sybil war mittlerweile von den Bananen abgerückt und forderte ein unbekanntes Du auf, sie doch in Hawaii zu besuchen, da ihr Herzchen frei sei. Emma warf das Kissen durch den Raum und griff sich den Wecker. Gerade einmal sieben Uhr, die Sonne drang noch nicht durch die…

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Emmas Familie

  • Beitrags-Kategorie:Emma

Nicht ganz unwichtig für uns alle ist es ja, wer uns großzieht und in welchen Verhältnissen wir aufwachsen. Dasselbe gilt für Emma, die aus einer bunten Familie stammt, deren Wurzeln in Deutschland, England, Schottland und Frankreich liegen.  Damit nicht genug, waren sowohl ihr Papa als auch der Großvater  und sogar Tante Sybil je zweimal verheiratet - das mag irgendwann einmal eine Rolle spielen, ja nachdem, was mir für Emma einfällt in der Zukunft. Und damit wir uns das leichter merken und vorstellen können, hat Emma sich die Mühe gemacht, ihre nähere Familie aufzumalen.

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Omelette au commissaire

  • Beitrags-Kategorie:Essen

Kommissar Wertheim liebt schlichte, doch schmackhafte Speisen. Soll es schnell und herzhaft sein - und war er am Vortage klug genug, einige gekochte Kartoffeln aufzubewahren! - so gibt es sein Omelett, dass bei Freunden wie Freundinnen gleichermaßen beliebt ist. Benötigt werden: 3 Eier, 1 Klecks Margarine, geraspelter Käse (eine gute Handvoll), 3 Champignons, 1 große gekochte Kartoffel, 1 feingehackte Zwiebel, Salz, Pfeffer, getrockneter Estragon. Dazu 1 Pfanne, 1 Gabel, 1 Schüssel, 1 Pfannenwender. Zunächst die feingehackte Zwiebel in der ausgelassenen Margarine glasig dünsten. In der Zwischenzeit die Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden, diese zu den Zwiebeln geben. Dann…

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Polperro, Cornwall

  • Beitrags-Kategorie:Orte

Unter Emma lag die Bucht mit dem kleinen Hafen, um den sich Polperro schmiegte. Schmale Häuser aus Granit, manche rau und dunkel, andere weiß getüncht, formten enge Gassen, die vom Wasser hoch zu den Klippen stiegen. Keine Brise wehte vom Meer her; dieser August brachte Sonnenschein und eine drückende Hitze, wie sie in Cornwall selten herrschte. Vor dem späteren Rückweg hoch zum Häuschen graute Emma. Aber besser das, als den ganzen Tag Sybils Klagen anzuhören. Mit langen Schritten spazierte sie die steilen Straßen hinunter, immer wieder anhaltend, um die Aussicht und ihre momentane Freiheit zu genießen. Polperro war überschwemmt von…

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Ägypten

  • Beitrags-Kategorie:Emma

Über eine Illustration im gestern vorgestellten Buch habe ich mich übrigens besonders gefreut, weil sie Bezug zu meiner Geschichte hat. Bezug weshalb? Der im Titel genannte "verschwundene Professor" ist zufällig Ägyptologe und Emma träumt davon, das Land einmal zu sehen. Wer weiß, vielleicht wird das eines Tages wahr?Zumindest habe ich eine vage Idee von Emmas Aufenthalt dort und sollte ich sie dorthin verfrachten, so wird sie mit Sicherheit mehr Zeit als gewünscht in einer dunklen Pyramide verbringen müssen - ein bisschen gruselig darf es ruhig einmal werden, oder nicht?

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„Bin ich reich genug, eine Dame zu sein?“

So lautet die Kapitelüberschrift eines Buches aus dem Jahre 1928, erschienen also ein bis zwei Jahre, nachdem Emma nach Bonn zurückkehrte. Paula von Reznicek schrieb es unter dem Titel "Die perfekte Dame" und es beschäftigt sich - mitunter sehr kryptisch und vage - mit allen Themen, die die Neue Frau wohl bewegten: Von Mode bis Sport, von Auto bis Liebesleben - alles wurde auf ein bis zwei Seiten besprochen. Ob es ein hilfreiches Brevier war? Sicherlich nicht mehr und nicht weniger, als es solche Ratgeber heute sind. Was aber damals wie heute gefällt, sind die wunderbaren Skizzen und Zeichnungen in…

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Emmas Leseliste

Natürlich liest Emma. Sie liest mit Begeisterung und so kann es nicht ausbleiben, dass sie gerne über Bücher spricht, sich austauscht und empfiehlt. Als sie nun nach Bonn zurückkehrt, um nach ihrem Vater zu suchen, liest sie die folgenden Romane oder erinnert sich an sie: Da ist - natürlich, möchte ich bald sagen - Elizabeth von Arnim, die 1898 ihren ersten Roman veröffentlichte und in den nächsten vierzig Jahren sehr unterschiedliche Themen aufgriff, die sie größtenteils humorvoll verarbeitete. Doch unter dem Witz liegen mitunter bitterböse Beobachtungen. Verzauberter April ist 1926 zum ersten Mal auf deutsch erschienen und ist eine Geschichte,…

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Schönheit: Wallis Simpson

Seit einigen Wochen bin ich wieder dem Charme der Dreißigerjahre erlegen - natürlich der Mode der Zeit, nicht der Zeit an sich; man kann so etwas nicht oft genug betonen. Diese schmale, gestreckte Silhouette, die dennoch viel Bewegungsfreiheit bietet und die sehr feminine Elemente mit sehr klaren Linien kombiniert, zieht mich an. Im doppelten Sinne.Sucht man nach Zeichnungen und Bildern dieser Mode, so stößt man unweigerlich auf Wallis Simpson. Und ist man erst einmal auf sie gestossen, so findet man zudem Hass und Häme, gemeine Gerüchte und übelste Nachrede. Nicht nur von ihren Zeitgenossen, sondern mehr noch von unseren. Und…

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Schönheit: Anne Boleyn
At Hever Castle, Kent

Schönheit: Anne Boleyn

Nach dem Beitrag über Wallis Simpson überlegte ich, ob ich daraus nicht eine Serie machen könne und als erste Nachfolgerin fiel mir Anne Boleyn ein. Auf den ersten Blick mögen Wallis und Anne nicht viel gemein haben: die eine starb in dem Lebensalter, in dem die andere erst in der Öffentlichkeit auftauchte; eine wurde Königin, die andere nicht und vier trennende Jahrhunderte liegen ebenfalls zwischen ihnen. Aber die Gemeinsamkeiten sind stärker: beide wurden von einem König umworben und konnten sich dem nicht entziehen. Beide werden bis heute mit ganz ähnlichen Kommentaren und Ausdrücken bedacht. Und beide waren stilvoll, elegant, eloquent,…

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Schönheit: Maria Stuart oder des Zwistes 1. Teil

Ich möchte mit zwei Feststellungen und einer Aussage  beginnen, dir mir wichtig ist: Ich bin keine Historikerin, bin nicht der Objektivität und der Überprüfung aller Quellen verpflichtet; es ist einfach ein Essay, zu dem mich diese Damen angeregt haben. Gut, das habe ich erledigt, um was geht es (mir)? Es geht um zwei Königinnen, es geht um Schönheit, um Weiblichkeit, um Machtstreben, Kontrolle, Gefühl und um die Wahrnehmung dieser beiden Frauen. Und es geht um den Streit, den viele zum Mittelpunkt ihrer Betrachtung und Bewertung machen. Aber so versucht ich bin, jetzt schon genau zu erklären, was ich meine: das…

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Schönheit: Elisabeth I. oder des Zwistes 2. Teil

Ohne lange Vorrede geht es los mit Elisabeth Tudor, Königin von England, nach der als erster ein Zeitalter benannt wurde und die England zur Seemacht führte. Elisabeth wurde am 7. September 1533 als Tochter Anne Boleyns und Heinrich VIII. geboren und ihr erster Eindruck von dieser Welt muss wohl Enttäuschung gewesen sein: sie war nicht der erwartete männliche Thronfolger, ihr Vater kein liebender Beschützer und ihre Mutter würde nicht mehr lange für sie da sein - kein schöner Beginn. Und es blieb holprig, schwierig und gefährlich in ihrer Kindheit und Jugend. Nach der Hinrichtung ihrer Mutter und der Geburt ihres…

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Schönheit: Des Zwistes 3. Teil

Maria Stuart war nun also die Flucht aus ihrer Haft gelungen und stand auf englischem Boden und wir mit ihr. Schauen wir mal, ob wir wieder hinein finden in die Geschichte. Dass sie dort stand, wird - wen wundert's - ganz unterschiedlich gewertet: als plumper Versuch, die englische Krone zu ergattern, als Dummheit ohne Boden, als Verzweiflung ohne Ende oder schlicht als Naivität. Vielleicht war es von allem ein wenig, vielleicht aber auch ein Beweis dafür, dass Maria es in den letzten Jahren doch ernst nahm mit ihrem Versuch, eine Versöhnung, eine Freundschaft zwischen sich und ihrer Cousine Elisabeth herzustellen…

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Schönheit: Marie Antoinette – von Wien nach Paris

Vor 222 Jahren, zweieinhalb Wochen vor ihrem 38. Geburstag, verlor Marie Antoinette ihren Kopf zum letzten Mal. Und ist damit die dritte Königin in meiner Schönheitsreihe, die eines gewaltsamen Todes starb. Doch während Anne Boleyn und Maria Stuart als Königinnen und in einer ungefähren Privatheit starben, eingehüllt in morbide Würde und dem Bewußtsein historischer Bedeutung, wurde Marie Antoinette einer blutberauschten, feindlichen Menge vorgeführt. Doch nicht nur der Tod verbindet diese drei Frauen: Frankreich mit seiner Kultur, seiner Mode, seiner Redekunst spielte eine wichtige Rolle für jede von ihnen. Dazu wurden und werden alle drei bis heute als Schlampen, als unsittliche…

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Schönheit: Marie Antoinette – von Paris nach Versailles

Versailles, das Schloß, seine Gärten und Parks sind Pracht, Perfektion und Pomp. Sein Hof ist frivol, bigott, geistreich: ein Bonmot zählt mehr als Freundschaft, Affären sind prickelnder Zeitvertreib und Spiel mit dem Feuer - manchmal treffen Hohn und Spott die Betrügenden, machmal den Betrogenen und zerstören Karriere und Fortkommen. Doch was an der Oberfläche spielerisch, unmoralisch erscheint, ist durch ungeschriebene Gesetze streng geregelt; was dem einen recht ist, ist dem anderen noch lange nicht billig. Ein jedes Mitglied dieser Gesellschaft bewegt sich auf seinen unsichtbaren Gleisen, erscheint, wo es zu erscheinen hat, sagt und spricht das zu Erwartende. Alles, wirklich…

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