• Beitrag veröffentlicht:4. Juli 2022
  • Beitrags-Kategorie:Meine Romane

Du bist gefragt!

Wie soll es weitergehen? Was kommt nach meinem aktuellen Projekt? Auf wen oder was soll ich mich stürzen? Immer, wenn ich ein Manuskript etwa zur Hälfte geschrieben habe, muss ich wissen, was als Nächstes kommt. Dumm nur, dass ich mittlerweile so viele liebgewonnene Charaktere um mich herum versammelt habe, die allesamt meinen, sie wären nun dran. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Daher die Bitte: Sagt mir, was ihr euch wünscht. Die Autorin dankt recht herzlich <3

  • Beitrag veröffentlicht:11. Juni 2022
  • Beitrags-Kategorie:Bonn 1900

Arbeitgeber des Dienstmädchens

Denken wir an Dienstmädchen, dann kommen uns vermutlich dieselben Bilder und Filme in den Sinn. Wir denken vielleicht an das Haus am Eaton Place oder an Dontown Abbey, wo die Dienstboten im Kellergeschoss ihr eigenes Reich hatten, das streng hierarchisch geordnet war. Wir denken vielleicht an Filme, in denen hübsche Zofen ihre eitlen Herrinnen in enge Korsetts schnürten (und von Korsetts wollen wir jetzt nicht reden, das Faß mache ich ein anderes Mal auf ...) oder in denen noch hübschere Stubenmädchen dem Hausherrn entweder schöne Augen machten oder sich von ihm Frechheiten gefallen lassen mussten. Vielleicht erinnern wir uns auch an Schwarz-Weiß-Filme wie jenen, der die Vokabel 'Gaslighting' schuf und in dem Ingrid Bergman als Hausherrin unter einer intriganten Angela Lansbury als Zofe zu…

  • Beitrag veröffentlicht:9. Juni 2022
  • Beitrags-Kategorie:Bonn 1900

Die Rheingasse

Über Jahrhunderte war diese nicht allzu breite Straße einer der wichtigsten Wege vom Rheinufer hin zur inneren Stadt. In der Rheingasse ließen sich gute Geschäfte machen, hier erhielt man vielleicht einige Stunden vor allen anderen Mitbürgern die neuesten Nachrichten, die mit den Schiffern über den Strom herankamen. Wo Händler, Reisende und Beamte täglich hindurch mussten, siedelten sich Handwerker jeder Zunft an; Arbeit gab es hier mehr als genug. Und weil das Flicken, Knüpfen, Schmieden Hunger bereitete und dazu einige Adelshöfe gute Aufträge zu vergeben hatten, waren Bäcker, Metzger und Gastwirte nicht fern. Bis 1944 hielten sich die ältesten Gasthäuser Bonns in der Rheingasse, die unter verschiedenen Namen von 1535 an reichlich Besuch hatten. Erwünschten ebenso wie unerwünschten: Durch diese Gasse ritten die bewaffneten Anhänger…

Das unsichtbare Dienstmädchen

Um es einmal kurz und verkürzt zu sagen: So rasant der Fortschritt in den Jahren ab 1890 auch verlief, so sehr ging er am Hauspersonal vorbei, das zu bald 100 % weiblich war. Und zwar in jeder Hinsicht. Die Erwartungen, die an die meist jungen Frauen gestellt wurden hinsichtlich Fleiß, Tugend und Verfügbarkeit, unterschieden sich kaum von denjenigen, die man an eine Sklavin gestellt hätte. Ging es um Arbeitsschutz und soziale Verbesserungen, so waren Dienstmädchen sogar explizit ausgeschlossen. Eine Arbeiterin in der Fabrik hatte deutlich mehr Rechte als die Frau, die sich in einer bürgerlichen Familie um Kinder, Haushalt und Küche kümmerte. Nicht einmal kündigen konnte sie, wenn es ihr zu viel wurde - sie musste den Wechseltag abwarten, der regional unterschiedlich ein- bis…

  • Beitrag veröffentlicht:1. Juni 2022
  • Beitrags-Kategorie:Bonn 1900

Geschichtliches und Gendern

Wie jetzt? Gendern und historisches Bonn? Muss das sein? Fange ich jetzt auch noch an, alles mit Binnen-I oder Sternchen oder was auch immer zu nerven? Was kann ich dazu sagen? Ja und nein am besten.Ich bin keine Freundin des Genderns. Allerdings: Wer sich jetzt freut und denken, ich verträte die Ansicht, Frauen sollten sich mal nicht so haben, weil es ja sooo offensichtlich sei, dass sie mitgemeint sind, der irrt sich gewaltig. Es besteht nämlich für mich ein Riesenunterschied zwischen schriftlichem Gebrauchstext und einem Roman. In einem Roman nämlich erwarte ich, dass die Autorin oder der Autor sich die läppischen zwei Sekunden nimmt, um beispielsweise etwas wie 'Meine Damen und Herren', 'Liebe Schülerinnen und Schüler' oder 'All meine Freunde und Freundinnen' zu schreiben;…

Flop, Frust & Fiasko

Wo fange ich an? Schwierig. Früher, als ich noch als Michou loves Vintage bloggte (und glaubte, damit niemals aufzuhören), habe ich mir alles von der Seele weg ins Netz geschrieben. Und mich gefreut, dass, was immer mich auch beschäftigte, ärgerte oder niederschlug, anderen ganz ähnlich ging. Nicht, weil geteiltes Leid halbes Leid ist oder ich mich an den Missgeschicken und Dramen anderer ergötze, sondern weil wir - die Blogfreundinnen und ich - nicht mehr allein damit standen. Vieles meinen wir nämlich, mit uns selbst ausmachen zu müssen. Oder wir denken, so etwas passiert nur uns. Oder wir schämen uns für das, was uns widerfährt und was wir fühlen. Festzustellen, dass wir eben nicht allein sind mit Ärger, Angst und Trauer, ist heilsam und tröstlich.…

  • Beitrag veröffentlicht:27. Mai 2022
  • Beitrags-Kategorie:Bonn 1900

Das Bonn der Jahrhundertwende

Das Projekt, für das ich mit ganz viel Glück das Stipendium von Neustart Kultur erhalten habe, bringt mich dazu, ganz tief einzusteigen in die Recherche; bislang habe ich ein kleines Vermögen für antiquarische Bücher, Schriften und Magazine ausgegeben, die größtenteils aus den Jahren 1890-1910 stammen. Das erste Thema war das Leben der Dienstboten in dieser Zeit, wobei die männlichen Hausangestellten zu vernachlässigen sind; sie stellten keine zehn Prozent mehr. Es waren vor allem junge Frauen, Mädchen sogar, die in diesem Bereich tätig waren. Aber dazu gerne ein anderes Mal mehr.Das zweite Thema ist meine Heimatstadt, in der Hedwigs Geschichte zum Großteil spielt. Es ist ein Bonn, das sehr, sehr anders aussah als das, was wir heute kennen. Natürlich gibt es einige Plätze und Straßen,…

Einmal Liebe durch Zwei

Wie immer gibt es jetzt und hier die erste Szene des ersten Kapitel. Ebenfalls wie immer roh und unbehauen. Vor lauter Schreck hüpfte ich einen Schritt zurück und prallte gegen die Servicekraft, die eben dabei war, ein Kännchen Tee und einen Teller frische Scones zu servieren. Dass sie genau das servierte, wusste ich deshalb, weil der Tee über meine Schulter tropfte und ein Scone in meinem Ausschnitt fiel. Großartig, ich machte mich zur Idiotin und das ausgerechnet jetzt, als mein Traum wahr wurde und ich unerwartet meiner ganz, ganz großen Liebe gegenüberstand.Ok, mein Traum wurde nur ansatzweise wahr. Ich hatte mir natürlich vorgestellt, wir würden uns auf einer Gala treffen oder einem Ball oder wenigstens im Foyer des Theaters während einer Premiere. Wie das…

Noch einmal zum Thema Rezensionen

Vor anderthalb Jahren habe ich schon einmal meine Gedanken zu diesem Thema notiert und jetzt drängt es mich erneut, ein oder zwei Worte darüber zu verlieren. Warum? Weil es mich gelegentlich beschäftigt. Ein Aspekt zumindest, auf den ich damals nicht wirklich eingegangen war. Doch von vorne.Seit ich meine Romane auch bewerbe - was ich damals noch nicht wirklich getan hatte und somit deutlich unsichtbarer war als heute (auch wenn ich nach wie vor ein kleines Lichtlein bin) -, trudeln zwangsläufig mehr Rezensionen ein und ebenso zwangsläufig mehr Ein- oder Zwei-Sterne-Bewertungen. Ich schaffe es mit jedem Roman, in irgendwem den unbezwinglichen Drang auszulösen, mir Ohrfeigen zu verpassen. Ja, ich denke, dass die reinen Sternevergaben anderen Leserinnen und Lesern gar nichts bringen, sondern dass sie nur…

Mord nach Mitternacht – Moira Valérie Soderberg

Eine selbstbewusste Detektivin. Eine traumhafte Insel. Ein goldenes Jahrzehnt. Mariella Petrarca arbeitet nach Jahren im Polizeidienst als private Ermittlerin auf Saint Caspillian. Ihr neuer Fall scheint alltäglich zu sein: Eine Frau verdächtigt ihren Mann einer Affäre und bittet sie, die nötigen Beweise zu beschaffen. Doch dann ertönen zwei Schüsse, der untreue Ehemann und seine Geliebte verschwinden von der Bildfläche und der Polizeiminister stellt sich den Ermittlungen in den Weg.Was bleibt Mariella anderes übrig, als der Sache auf den Grund zu gehen? Sie tut nichts lieber als das, auch wenn sie damit ihre Lizenz riskiert.Ups. Wer ist denn diese Moira, wo kommt sie her und was hat sie vor? Kurze Antwort: Moira ist wie auch Hendrike mein Alter Ego, das mir hilft, mich auf ein…

Gauner & Moralist

Ein vornehmes Sanatorium in den Schweizer Alpen. Eine Feindin, kälter als Eis. Und Signor Filisante, der um seine Freiheit kämpft. Im Mai 1919 reist Philippe Sandberg alias Filisante nach Andermatt, um eine Mission auszuführen: Ein Finanzier von Revolutionären, Kriegstreibern und Umstürzlern soll nach dem Willen der Auftraggeber seine Tätigkeit beenden. Dauerhaft und unwiderruflich. Damit hat Filisante kein Problem.Mit Suzanne Depardieu, der Spinne, allerdings doch, denn sie reist mit ihm - ungebeten, unerwünscht und misstrauisch von ihm beäugt. Oder ist ihr Erscheinen vielleicht ein Glücksfall? Kann er einen Weg finden, sich und seine Freunde von dieser gefährlichen Person zu befreien? In den Alpen ist schon so mancher Unfall geschehen ... Diese Fortsetzung schließt nahtlos an Band eins an und es darf ein weiteres Abenteuer erwartet werden,…

Der Tod im Sherwood Forest

Im Sommer 1929 bittet Sybil Gregorin ihre Nichte Emma, sie nach England zu begleiten; eine Freundin lädt ein zur Landpartie im Sherwood Forest. Lustig soll es werden und herrlich dekadent. Emma sagt gerne zu, denn Ferien hat sie sich redlich verdient und ihr geliebter James wird es wohl einmal einige Wochen ohne sie aushalten.Das Wetter ist fabelhaft und die Gastgeberin Mary Anderson - eine junge amerikanische Erbin - entzückend. Doch nicht nur deren unangenehmer Onkel trübt die Stimmung, nein, da ist noch etwas anderes, was nicht ist, wie es sein sollte. Wo ist die Tochter der Erblassers abgeblieben? Was hat es mit Marys Bräutigam auf sich, was mit dessen Freunden? Wer war die Dame in Grün, die in einem Pub geheimnisvolle Telefonate führt?Oder ist…

Weihnachten in Moorstede

Wie geht es mit Clara und ihrer neuen Liebe weiter? Und wie mit ihren Eltern, die überraschend in Moorstede auftauchen, weil ja Weihnachten ist und man die Enkelchen sehen möchte? Kurz gesagt: Es wird chaotisch und erst einmal wenig harmonisch und der andauernde Schneefall trägt wenig dazu bei, die Stimmung zu verbessern. Im Gegenteil sorgt er dafür, dass alle bleiben müssen, wo sie sind ... Eine weihnachtliche Kurzgeschichte für alle, die glauben, anderswo sei es friedlicher als im eigenen Heim. Oder für alle, die Clara noch einmal wiedersehen möchten. Oder für alle, die im Sommer schon Sehnsucht nach Schnee und Zimtkeksen haben. Oder so oder anders. Auf Amazon anschauen

  • Beitrag veröffentlicht:3. September 2021
  • Beitrags-Kategorie:Schreiben

Das Geheimnis der Gothic Novel

Noch darf ich nicht zu viel verraten. Vermute ich zumindest. Demnächst geht es mit dem Lektorat weiter, dann kommt der Vorschaukatalog und dann könnt ihr lesen, was Anna Füssenich aus Bonn in Cornwall erlebt und auf welches Geheimnis sie dort stößt. Wie kam ich aber dazu, eine Gothic Novel zu schreiben? Auf verschlungen Wegen kam ich mit der Verlegerin eines bekannten kleineren Verlages in Kontakt, wir mailten, wir telefonierten und es traf sich, dass sie nach Gothic Novels suchte und ich mir dachte: Ja, hallo, das würde ich gerne versuchen. Als Jugendliche habe ich sehr gerne Ursula Isbel und Victoria Holt gelesen - die Mischung aus nicht ganz so schwachen Aschenputteln, leichtem Grusel und undurchsichtigen Herren war genau das Richtige zum Abtauchen. Ich war…

  • Beitrag veröffentlicht:29. August 2021
  • Beitrags-Kategorie:Schreiben

Wie geht es weiter?

Ich habe meiner lieben Emma gegenüber ein entsetzlich schlechtes Gewissen; ehrlich gesagt, muss ich sogar nachschauen, wann ihr letztes Abenteuer erschienen ist (wahrhaftig im Juli letzten Jahres!). Aber wie das manchmal so ist: Du machst einen Plan und das war es dann. Es kam so vieles dazwischen, nicht zuletzt ein Virus, das uns noch immer im Griff hält, und viel zu viele Ideen für andere Geschichten. Und dann noch die Verlagsanfrage von dp Digitalpublishers, was zur Folge hat, dass nun noch eine Heldin mit vorwurfsvollen Blicken um mich herumschleicht und der Meinung ist, ich sollte mich um sie kümmern. Damit hätte es genug sein können, aber auf den seltsamen Wegen, die Schicksal, Zufall oder Leben geht, kam es zu einer weiteren Verlagszusammenarbeit. Plus Genrewechsel.…

Lakritz statt Liebeskummer

Mehr als nur Alexanders Ehefrau! Da stand ich nun in Moorstede auf einem von zwei Bahngleisen. Um mich herum war außer grüner Landschaft unter blauem Himmel nichts zu sehen. Na, ich will nicht lügen: Es gab einen Ticketautomaten, einen überdachten Wartebereich und eine Straße, die in den Wald führte. Einsam war es, aber das genoss ich. Ich fand es herrlich, dass niemand wusste, wo ich war. Wie auch? Ich wusste es ja selbst nicht. Moorstede war nicht mein Ziel gewesen, als ich mit dem hastig gepackten Koffer, dem Regenschirm, Oma Clärchens Fotoalbum und zwanzig Euro in den Zug hechtete.Ich holte tief Luft. Die übrigens sagenhaft war und nach Freiheit schmeckte. Hört sich an, als hätte ich eine dramatische Flucht hinter mir. Aber so war…

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